Ist das Home-Office ein Erfolgsmodell?

Das Home-Office spielte in Deutschland immer noch eine Exotenrolle. Dann kam Corona und mit dem Virus die Ausgangsbeschränkungen. In den ersten Wochen der Corona Krise habe ich noch gedacht, dass sie eine Riesenchance für die allgemeine Akzeptanz des Home-Office ist.

Aber ist diese Erfahrung positiv? Zum einen ist sie natürlich von der sehr ungewöhnlichen Gesamtsituation überschattet. Ich arbeite seit drei Jahren im Home-Office, hatte aber bisher nur selten Wochen, in denen ich keinen Tag außer Haus war. Wer allein lebt und aus dem Home-Office arbeitet, hat aktuell sehr wenig echte Sozialkontakte. Wer mit seiner Familie lebt, hat aktuell ungewöhnlich viel Kontakt zu selbiger. Beides kann sehr belastend sein.

Zum anderen ist mein Eindruck, dass sich viele Unternehmen, die aktuell unfreiwillig zum Remote-Arbeitgeber geworden sind, schon glücklich schätzen, wenn sie es technisch halbwegs auf die Reihe bekommen. Zu dem aus meiner Sicht wesentlichen Teil der Remote-Arbeit kommen sie nicht: Der Unternehmensorganisation und -kultur.

Im Folgenden möchte ich darstellen, worin genau dieser Mangel aus meiner Erfahrung besteht.

Viele Arbeitgeber schätzen sich aktuell glücklich, wenn sie das Home-Office technisch umgesetzt bekommen. Organisatorische, kommunikative oder gar kulturelle Anforderungen fallen unter den Tisch.

Henning EmmrichCOO @ Frontastic